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Das Germaniabad

Vielen unbekannt ist, dass es bis in die 1950er Jahre ein Flussschwimmbad an der Schunter gegeben hat, das Germaniabad, benannt nach dem Schwimmverein, der es zuletzt betrieb. Erbaut ist es jedoch bereits 1918. Es diente als Militärbadeanstalt den Soldaten der hiesigen Kasernen zur sportlichen Ertüchtigung. Es entstand nördlich der Schunter auf der "Großen Wiese", ca. zehn Meter neben dem Fluss gelegen. Die Lage entspricht heute circa 100 Meter westlich der Fußgängerbrücke, die in Verlängerung der Ottenroder Straße zur Kehrbeeke führt. Besonders im Winter kann man die Reste des immer noch mit Wasser gefüllten Schwimmbeckens von der Brücke aus gut erkennen.


Germaniabad
Germaniabad aus der Luft. Blick nach Süden. Zoom

Das Becken wurde damals ausgebaggert, mit Holzbohlen befestigt und mit einem Sandboden versehen. 1921 wurde es vom Schwimmverein → SSC Germania 1908 übernommen und 1922 als Germania-Bad eingeweiht. Es war auch für die Öffentlichkeit zugänglich


Den zweiten Weltkrieg überstand das Bad ohne nennenswerte Schäden. 1945 wurde jedoch alles Holz herausgerissen, um als Brennstoff verfeuert zu werden.


1946 schlossen sich die Altmitglieder mit dem von der britischen Militärregierung genehmigten → MTV Braunschweig zusammen. Das Bad wurde hergerichtet und wieder geöffnet.


Es gingen viele erfolgreiche Sportler aus dem Schwimmbetrieb hervor, darunter Deutsche Meister; Europa- und Weltrekorde wurden von Germania-Schwimmern verbessert.


1952 wurde die Verbindung des SSC Germania mit dem MTV gelöst. Die Wasserqualität der bis dahin kristallklaren und fischreichen Schunter verschlechterte sich. Schließlich musste der Badebetrieb eingestellt werden.

Das Germaniabad heute Alte Holzbohlen
2006: Das alte Schwimmbecken im Winter. Links die Schunter.   Reste der alten Holzbohlen.


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